Moin!
Ich bin Thomas, 55 Jahre alt, Webdesigner und Sozialdemokrat – beides aus Überzeugung.
Geplant war Lehramt. Dann kam das Internet. Aus dem Lehramt wurde Webdesign – das klingt nach Umweg, fühlt sich aber nicht so an. Die Frage, die mich dabei begleitet hat: Wer profitiert davon – und wer bleibt außen vor?
Mein Berufsweg
Bei der AWO Gütersloh habe ich Seniorinnen und Senioren ans Internet herangeführt – Menschen, die das für sich nie erwartet hätten. Bei der RAG Bildung habe ich ehemalige Bergleute zu Mediengestaltern umgeschult – Menschen, die einen harten Strukturwandel erlebt hatten und trotzdem neu durchgestartet sind. Das hat mich geprägt: Veränderung geht, wenn man die Menschen mitnimmt. Heute arbeite ich als Webdesigner – und bilde mich zum Ernährungsberater weiter. Das Interesse an gesunder Ernährung begleitet mich seit der Schulzeit. Und dass der Webdesigner-Beruf durch KI unter Druck gerät, ist kein Geheimnis. Ein zweites Standbein aufzubauen, bevor man es braucht, klingt nach einem vernünftigen Plan.
Meine Wahlheimat Emden
Aufgewachsen in Wesel. Studiert in Bielefeld. Gearbeitet im Ruhrgebiet, dann zehn Jahre in Köln. Wer das hört, fragt manchmal: Wie landet man von da aus in Emden?
Nicht aus Versehen. Das ist die kurze Antwort. Die längere: Emden hat etwas, das mir in Köln gefehlt hat – Überschaubarkeit, Meerluft und das Gefühl, dass man hier noch etwas bewegen kann. Nicht trotz der Größe, sondern genau wegen ihr.
Deshalb bin ich ehrenamtlich beim ADFC aktiv, im Larrelter Dorfverein, in der Fotogruppe der VHS und bei der Familienbildungsstätte Emden. Gemeinschaft entsteht nicht von allein – sie braucht Menschen, die mitmachen.
Was mich antreibt
Emden soll fahrradfreundlicher werden – und das meine ich ernst. Ich setze mich für bessere Radwege, einen verlässlicheren ÖPNV und eine Innenstadt ein, die zum Verweilen einlädt.
Gute Bildung darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Ich setze mich für starke Schulen, eine zukunftsfähige IGS und gesundes Essen nach DGE-Standard in allen Kitas und Schulen ein.
Emden lebt vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. Ich will Ehrenamt unterstützen, nicht bürokratisch belasten – und Bürgerinnen und Bürger bei wichtigen Entscheidungen früh einbinden.
Wohnen ist ein Grundbedürfnis – kein Luxus. Ich setze mich für geförderten Wohnraum und neue Modelle wie Tiny-House-Siedlungen ein, damit Emden für alle bezahlbar bleibt.
Ich mache keine Politik mit großen Gesten. Ich höre zu, hake nach – und sage offen, wenn ich anderer Meinung bin.
Reden wir darüber. In Emden.
Thomas Boley